50-er Jahre
Wir können zurück blicken auf eine über 50-jährige Firmengeschichte. Am 1. Januar1949 fand die Gründung des Unternehmens statt. Die Rostocker Konserven- und Marmeladenfabrik GmbH wurde von der damaligen VVB Nahrungsmittel Land Mecklenburg übernommen. Das erste größere Investitionsobjekt in der Verarbeitungsindustrie des Bezirkes Rostock war der Bau eines neuen Gebäudes für RoKoMa. 1953 steigerte sich die Produktion bereits auf das 5-fache. 1958 schlossen sich die Werke in der Carl-Hopp-Straße und Werftstraße zum VEB Rostocker Konserven- Marmeladen- und Essigfabrik zusammen. Zu diesem Zeitpunkt wurden 6.000 Tonnen des süßen Brotaufstriches produziert.
60-70-er Jahre
Das bekannte Warenzeichen von RoKoMa, die Rathaussilhouette mit den sieben Türmen schützte man schon zu DDR-Zeiten. Der Betrieb versorgte den gesamten Bezirk Rostock, teilweise die Bezirke Schwerin und Neubrandenburg, sowie die Hauptstadt Berlin mit seinen Erzeugnissen. Besonders begehrt war das Pflaumenmus. Zur Steigerung der Produktivität und Verbesserung der Arbeitsbedingungen trugen zahlreiche Neuerungen und technische Entwicklungen aus dem eigenen Hause bei.
80-er Jahre
Anfang der 80-er übernahmen innerhalb der Spezialisierung "Esko Stralsund" die Produktion der Einlegegurken und die "LPG am Meer des Friedens Elmenhorst" die Sauerkrautproduktion. Schon damals bestanden betriebliche Kontakte zwischen RoKoMa und Elmenhorst. Bis dahin war die LPG der alleinige Lieferant für den Weißkohl. Durch die Verlagerung wurden Kapazitäten für die Erweiterung der Senf- und Essigherstellung frei. Die Entwicklung blieb nie stehen. Neue Geschmacksrichtungen wurden entwickelt. So wurde RoKoMa 1986 in Erfurt iga-Gold für Sanddornjam und 5 weitere Produkte verliehen. 1988 erhielt das Jungendforscherkollektiv für die "Goldappelkonfitüre" eine Auszeichnung auf der Kreis MMM. Ende der 80-er, also kurz vor der Wende, waren im Unternehmen 130 Mitarbeiter beschäftigt. Die Produktpalette umfasste 8 Marmeladen, 7 Konfitüren, Senf und Essig. Der Betrieb setzte rd. 20 Mio. Mark um, davon 15,7 Mio. im Bereich Marmelade-Konfitüre. Die Produktionsmenge belief sich auf 1.000 t Senf, 3.000 t Essig und 7.500 t in der "Süßstrecke" (davon 5.500 t in Gläsern ), das heißt, dass täglich 40- bis 45.000 Gläser das Band verließen.
90-er Jahre
Mit der Wende ging der Betrieb an die Treuhand über. 1991 übernahm ein Hamburger Unternehmen die Senf- und Essigherstellung. Die Mitarbeiter wurden auf 50 reduziert. Der wirtschaftliche Einbruch von RoKoMa in dieser Zeit ist kein Einzelbeispiel. Die Produkte verschwanden fast völlig aus den Regalen. Notwendige Investitionen in technische Anlagen und Werbeaktionen konnten nicht getätigt werden, da die Kredite nur knapp und im monatlichen Rahmen vergeben wurden. Das Resultat: im August 1992 meldet die Treuhand die Liquidation an. Zwei ortsansässige Unternehmer übernehmen den Betrieb. Die schon vorhandenen Wettbewerbsnachteile können jedoch nicht aufgeholt werden. Zum 01. Januar 1998 erwirbt die ELRO-Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG die Geschäftsanteile der RoKoMa Konfitüren- Feinkost GmbH, zu deren Tochtergesellschaften auch die "Elmenhorster Fruchtsaftgetränke GmbH" zählt.



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